TURNHALLE

Das Zuhause des Vereins

Fährt man von Tauberbischofsheim kommend nach Königshofen stößt man direkt am Ortseingang auf das Vereinsgebäude. Wer heute die schmucke Turnhalle sieht, wird wohl nur noch schwer ermessen können, wie viel Kopfzerbrechen, Arbeit und Schweiß, Freizeit, aber auch Ärger, Diskussionen und schlaflose Nächte das alles für die Verantwortlichen und Vereinsmitglieder, die dies alles geschaffen haben, gekostet hat. Obwohl der Turnverein vor dem 1. Weltkrieg über keine eigene Turnhalle verfügte, fand ein reger Turnbetrieb statt. Man behalf sich mit Scheunen, ja sogar einem leer stehenden Stall. Der Wunsch nach eigenen Räumen wurde immer größer und trotz der unzähligen Schwierigkeiten wurde 1923 mit dem Hallenanbau am heutigen Standort begonnen und 1924 fertig gestellt. Die Turner hatten ihr eigenes Zuhause! Nach dem 2. Weltkrieg begann 1950 der Neuaufbau des Turnvereins. Bereits 1952 war sich die Vorstandschaft einig, dass eine Hallenerweiterung und die Erneuerung der Heizungsanlage unumgänglich waren. Die nicht mehr dem Standard entsprechenden „Abort“ Anlagen sollten ebenfalls saniert werden. Kosten wurden ermittelt, Verhandlungen geführt und ein Konzept erarbeitet. Die Umbaumaßnahmen wurden aufgrund des starken Zusammenhalts der Königshöfer Turner unter schwierigen finanziellen Voraussetzungen 1954 begonnen und 1957 abgeschlossen. Um zusätzliche Einnahmen verbuchen zu können, wurden 1958 sieben alte Turnhallenfenster und 30 alte Backsteine den Bürgern von Königshofen über die Ortsrufanlage zum Kauf angeboten. Neben dem Turnverein nutzte auch die Schule die vereinseigene Halle bis Ende 1961 um ihre wöchentlichen Sportstunden abzuhalten. Obwohl die Turnhalle mit einfachen Mitteln saniert wurde, stellte sich bald he raus, dass die Schäden die durch die Nutzung nach dem 2. Weltkrieg als Notunterkunft und Stall verursacht hatten, ihre Spuren hinterließen.