Taubertäler Wandertage: TV-Angebot zieht über 40 Teilnehmer/innen


Wandern liegt voll im Trend und besseres Wetter konnte man sich für einen Oktobertag-Samstag kaum vorstellen. Trotzdem: Dass die Tour über die Königshöfer Hausberge, die der Turnverein Königshofen im Rahmen der Taubertäler Wandertage angeboten hat, über 40 Interessierte anziehen würde, hätten sich auch die Verantwortlichen nicht träumen lassen. Beim geselligen Abschluss mit Häppchen und kleiner Weinprobe am Königshöfer Wartturm schwärmten Einheimische, Gäste von Crailsheim bis Wertheim und sogar mitwandernde Urlauber aus Laboe dann auch gleichermaßen von der tollen Kombination aus Wandern, Kultur und Geschichte, die der Königshöfer Turnverein ihnen geboten hatte.


Bevor es soweit war, musste jedoch Höhe gewonnen werden! Nach der Begrüßung an der Turnhalle ging es hinauf in die historische Weinlage Königshöfer Kirchberg, einer Kinderstube des Tauberschwarz. Bei einem kurzen Halt zwischen den Reben erfuhr die Gruppe Wisseswertes über Weinbau im Taubertal, Muschelkalk und Geologie. Mit der aufgelassenen Gipsgrube am Kirchberg, einem Geotop und Naturdenkmal, folgte schon kurz danach ein weiterer informativer Halt.


Erst auf einem Panoramaweg, dann über naturbelassenen Waldwegen wurde schließlich die Höhe des Kirchberges erreicht. Mit kurzen Erläuterungen zur Geschichte Sailtheims und Deubachs, vorbei an mächtigen alten Grenzsteinen der ehemaligen badisch-württembergischen Staatsgrenze führte der Weg entlang der östlichen Bewaldung des Turmberges hinüber zur Hochfläche des Kaltenberges.


Wanderführer Karlheinz Boger gelang es bei den kurzen Stopps immer wieder, die große

Wanderschar mit Hinweisen auf die Geschichte, ob zu Bauernkrieg oder den unseligen Gefechte am Ende des Zweiten Weltkrieges, um sich zu versammeln. Verborgene und vergessenen Relikte wie Gebäudefundamente oder Brunnenfassungen sorgten außerdem für Stauen.