Erfolgreiche Jahreshauptvesammlung

Kreativ, bewegend – und auf der Suche


Zwei Jahre Pandemie haben Spuren hinterlassen. „Doch spätestens jetzt ist es an der Zeit, sich von der Couch zu erheben und in Bewegung zu kommen.“ Dieser Appell der Vorsitzenden Waltraud Grünewald galt freilich weniger den über 85 Mitgliedern – darunter viele Übungsleitende und Ehrenamtliche –, die zur Jahreshauptversammlung des TV Königshofen gekommen waren. Denn sie sind es, die auch während dieser schwierigen Phase Interesse am Verein gezeigt, sich oft kreativ eingebracht und sportlich betätigt haben.


Vielmehr galt der Aufruf all jenen, die sich während der Pandemie zurückgezogen haben, die weniger stark partizipierten. Nicht nur am sportlichen Programm des Vereins, dessen große Vielfalt in den nachfolgenden Berichten überdeutlich wurde, sondern auch am gesellschaftlichen Leben. Denn auch dazu trägt ein Verein wie der TV Königshofen maßgeblich bei. „Vereine sind Mutmacher, Kraftspender und Orte der Begegnung“, brachte es Grünewald auf den Punkt. Passend dazu dankte Bürgermeister Dr. Lukas Braun dem TV Königshofen für sein großes gesellschaftliches Engagement, dass das Leben in Lauda-Königshofen bereichere.



Mit Tatendrang in eine neue Amtszeit (v.l.): Oberturnwart Markus Engert, Jugendturnwart Florian Rödl, Jugendturnwartin Lena Fürst, die Vorsitzenden Waltraud Grünewald und Martin Frank, Kassenwartin Marianne Boger, Schriftführer Michael Holler, Oberturnwartin Gerlinde Hönig, Abteilungsleiterin Handball Manuela Frank und 2. Vorsitzender Nicolaj Imhof.

Braun war es auch, der die Entlastung des Vorstandes vor den turnusmäßigen Wahlen vornahm. Fast vollständig trat das Team dabei wieder an – und wurde wiedergewählt (siehe unten). Nun hoffen die Verantwortlichen, dass 2022 ein wenig Normalität einkehrt. „Wir wünschen uns einen Sportbetrieb ohne Einschränkungen und mehr geselliges Beisammensein“, so Co-Vorsitzender Martin Frank. An Vatertag etwa steht die traditionelle Familienwanderung an, die Weihnachtsfeier mit ihren vielen Vorführungen soll endlich wieder stattfinden. Auch auf eine Königshöfer Messe in gewohnter Form wagt man beim TVK zu hoffen. Vielleicht kann 2023 sogar ein Faschingsball stattfinden?


Das wäre auch aus finanzieller Sicht wünschenswert, wie Kassenwartin Marianne Boger darlegte. Zwar habe man gut gewirtschaftet und mit einem positiven Ergebnis abschließen können. „Ganz klar ist aber: Ohne die Veranstaltungen fehlen uns wichtige Einnahmen. Denn allein die Vereinsbeiträge decken unsere Ausgaben nicht.“


Die Unterhaltung der vereinseigenen Turnhalle, die Anschaffung von Sportgeräten, die steigenden Energiekosten, die Aus- und Fortbildung von Trainerinnen und Übungsleitern: Das alles kostet mehr, als die Beiträge einbringen. Lange Jahre war dies kein Problem. „Doch leider ist es eine immer größere Herausforderung, Menschen zu finden, die sich engagieren und mitarbeiten, gerade bei Veranstaltungen“, so Grünewald. So könnte der Wirtschaftsausschuss nach Ausscheiden von Margarete Stöhr zum Beispiel noch Verstärkung gebrauchen. Auch der Posten des Gerätewartes bleibt unbesetzt. Und Übungsleitende und Trainer sind wohl in jedem Verein Mangelware. „Ob jemand sich dauerhaft oder nur projektbezogen einbringen will, welche Qualifikationen er auch mitbringt – fast alles ist bei uns möglich“, lockten die Vorsitzenden.


Dass der Verein Engagement vielfältig unterstützt, wurde ebenfalls deutlich: So konnten 2021 gleich mehrere Jugendliche und junge Erwachsene eine Sport-Assistenten-Ausbildung absolvieren, Katja Ott und Sabrina Frank erwarben das PFIFF-Zertifikat, bei dem es um eine kindgerechte Bewegungsschulung im Verein und Kindergarten geht. Sogar ein neues Angebot hat der Verein während der Pandemie etabliert: Regelmäßig mittwochs trifft sich seit dem vergangenen Sommer eine Gruppe zum Mountainbiken. Auch andere Gruppen, zum Beispiel die Wanderer, die Er-und-Sie-Gruppe und zahlreiche Kindergruppen, haben Zulauf. Mitunter so viel, dass eine Aufnahme nur über einer Warteliste funktioniert, etwa im Vorschulalter Mädchen.


Wie vielfältig das Angebot ist, zeigt die zu Jahresbeginn erschienene Zeitschrift des Vereins ebenso wie die Bildpräsentation, die Oberturnwartin Gerlinde Hönig und ihr Mann Gerhard für die Jahreshauptversammlung zusammengestellt hatten. Allgemeines Turnen und Gerätturnen, Gymnastik, Group-Fitness und Zumba, Walking und Wandern, Sportabzeichen und Mountainbiken, Leichtathletik, Handball und Tanzen: Hier, das war die klare Botschaft, findet jeder das Richtige! Die Mitgliederzahl ist folgerichtig trotz Pandemie angestiegen, auf rund 960 Personen. Einige von ihnen wurden im Rahmen der Versammlung für 25, 40 und 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. „Uns mangelt es auch nicht an neuen Ideen, eher an Platz und Personal, sie umzusetzen“, so Grünewald.


Von so viel Aktivität zeigte sich neben Bürgermeister Dr. Brauch auch Stadtrat Uli Stier, Sportkreis-Vorsitzender Matthias Götzelmann und Norbert Kessel vom Main-Neckar-Turngau begeistert. Insbesondere die Kreativität derer, die sich längst von der Couch erhoben oder nie auf ihr Platz genommen haben, beeindruckte: Neben digitalen Trainingseinheiten fanden in Ermangelung richtiger Wettkämpfe, die ersten Vereinsmeisterschaften statt. Für Wanderfreunde wurden während des Lockdowns detaillierte Routen auf die Webseite gestellt. Anstelle des Weihnachtsturnens gab es einen virtuellen Adventskalender, an dem sich alle Gruppen beteiligten. Statt der Familienwanderung gab es Bewegungsaufgaben, die Familien in ihre private Tour integrieren konnten. An Ostern bastelten Übungsleiterinnen süße Nester für ihre Schützlinge und zu Weihnachten trafen sich die Ehrenamtlichen unter freiem Himmel am geschmückten Baum vor der Turnhalle.


Daneben – welch Freude – konnten die Verantwortlichen aber auch vom ganz normalen Trainingsbetrieb berichten. „Ihn haben wir durch die Pandemie einmal mehr schätzen gelernt“, waren sich die Berichterstatter einig. Nun hofft man, dass er bis zur nächsten Jahreshauptversammlungen ohne Unterbrechungen stattfinden kann.

I


Das Vorstands-Team:

  • Den Hauptvorstand bilden auch nach der Wahl die Vorsitzenden Waltraud Grünewald und Martin Frank, ihr Stellvertreter Nicolaj Imhof, Kassenwartin Marianne Boger, Schriftführer Michael Holler sowie dessen Stellvertreterin Martina Ott.

  • Die sportliche Leitung behalten als Oberturnwart/in Gerlinde Hönig und Markus Engert sowie Lena Fürst und Florian Rödl als Jugendturnwart/in. Abteilungsleiterin Handball ist Manuela Frank.

  • Pressewartin Isabell Boger und Sportabzeichen-Beauftragte Katharina Ott gehören ebenso zum Team wie Wanderwart und Seniorenbeauftragter Karlheinz Boger.

  • Die Kasse prüfen Bruno und Hugo Imhof.

  • Im Wirtschafsausschuss wirken Eugen Grünewald, Peter und Jochen Ott sowie Thorsten Schäffner.

  • Beisitzer sind Christel Krüger, Jochen Spiller, Christoph Reuter und Karlheinz Boger.

  • Jugendleiterin ist Maike Gibbs

  • Frauenwartinnen sind Martina Holler und Grazia Michelbach.

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