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Masterle – ein nicht vergessenes Spiel

Gemeinsam Spaß haben, ist die Devise beim jährlichen Masterle-Turnier der Männergymnastikgruppe 60+ in der Ferienzeit. „Ein weiterer wichtiger Aspekt“ so Franz Engert „ ist, alte Traditionen fortzuführen, damit sie nicht aussterben“. Denn das Masterle-Spiel war nach dem zweiten Weltkrieg in vielen Gemeinden des Tauber- und Jagsttals ein besonderes Freitzeitvergnügen für Kinder und Jugendliche. Es wurde auf den Gassen der Dörfer gespielt - heute natürlich undenkbar. Als „Spielwerkzeug“ werden lediglich 2 Backsteine, ein Rundholz, ca. 25 cm lang und ein Schlagstock mit ca. 4 cm Durchmesser und 1,20 m Länge benötigt. „Diese Dinge konnten wir uns alle in der Nachkriegszeit besorgen, für etwas anderes hatten wir kein Geld“ berichtete Karl Michelbach, mit 89 Jahren der älteste Teilnehmer. In diesem Jahr trat erstmals die Freitagsgruppe Männer 30+ als Gegner an. Um an den Start zu gehen und das „Stöckle“ mit dem Schlagstock zum gegnerischen Feld zu schlagen, mussten erst die Spielregeln erklärt werden. Auch die Frage „gäht’s“ musste gestellt werden, denn erst mit einem eindeutigen „Ja“, war die Freigabe zum Schlag erteilt. Da jedoch keine einheitlichen Regeln festgeschrieben sind, führte dies immer wieder zu lebhaften Diskussionen während des Spiels. Drei Durchgänge wurden gespielt, während die Zuschauer die Mannschaften lautstark anfeuerten. Im dritten Durchgang hat die Schnelligkeit und Wendigkeit der wesentlich jüngeren Mannschaft (ca. 40 Jahre) den Ausschlag zum Sieg mit 198:214 Punkten geben. „Uns hat es Spaß gemacht, wir – die Jüngeren - haben etwas dazu gelernt und die Gemeinschaft unter den Sportgruppen des Turnvereins wurde gefördert“ berichtet Bernd Inhesten. Spaß hat das Turnier allen gemacht, gleich welchen Alters! Deshalb war man sich einig, das Masterle-Spiel auch das nächste Jahr in das Sommerprogramm der Männergruppen des Turnverein Königshofens aufzunehmen.



Nicht vergessen durfte der Schlagmann, die gegnerische Mannschaft zu fragen „gäht’s“. Erfolgte ein „Ja“ ging es los.

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